Das Floating Institut hat das Ziel, die Wirkungen des Floatings zu beforschen und zugänglich zu machen.
Beim Floating schweben Sie schwerelos in körperwarmen Salzwasser. Geschützt vor äußeren Störungen floaten Sie in Ihrer individuellen Wahrnehmungswelt.
» Mehr lesenDas Floating Institut macht wissenschaftliche Erkenntnisse zugänglich. So wird die Wirkung des Floatings bei Stress, chronischen Schmerzen, Burn-Out, uvm. leicht verständlich.
» Mehr lesenSchon eine Stunde Floating kann tiefe Entspannung ermöglichen. Wenn Sie dabei an einer unserer wissenschaftlichen Studien teilnehmen, ist das Floating sogar kostenlos.
» Mehr lesenDer Begriff Floating kommt aus dem Englischen und bedeutet übersetzt "Schweben". Floating ist ein tiefenentspannendes Bad in einer fast gesättigten Salzsole. Durch die hohe Salzkonzentration des Wassers ergibt sich so viel Auftrieb, dass Ihr Körper frei von jeder Anstrengung auf dem Wasser schwebt. Die Floating-Wanne wird von unserem Kooperationspartner, dem Floatingzentrum [schwerelos], zur Verfügung gestellt. Sie hält die 25 cm tiefe Sole zwischen 34,8 und 35,2° Celsius, was der Außentemperatur der Haut entspricht.
Durch den bewussten Ausschluss aller akustischen und visuellen Störungen kann der Anteil langsamer Hirnwellen im sogenannten Theta-Bereich zunehmen, der sonst vor allem im Schlaf oder bei Meditation auftritt. Auf diese Weise können Sie zu tiefer körperlicher und mentaler Entspannung gelangen. Viele Floaterinnen und Floater berichten, danach konzentrierter zu sein und leichter Zugang zu ihren Gefühlen zu finden. Eine solche Entspannung lässt sich auch auf anderen Wegen erreichen, Floating ist eine davon.
Studien berichten von Entspannung und Stressabbau durch Floating. Für weitere Bereiche wie Schmerzen, Schlaf oder Sportregeneration gibt es erste Hinweise, die Beleglage ist hier aber begrenzt: Viele Studien sind kleine Pilotstudien, manche sind Jahrzehnte alt. Floating ersetzt keine ärztliche Behandlung.
Das Floating Institut erforscht die Wirkungen des Floatings mit dem Ziel, das Verständnis von Psyche und Körper zu vertiefen und neue Therapiemöglichkeiten zu erschließen.
Das Floating Institut strebt Kooperationen mit universitären und außeruniversitären Bildungs- und Forschungseinrichtungen an. Sollten Sie Wissenschafter:in oder Student:in sein, so sind Sie herzlich eingeladen, mit uns Kontakt aufzunehmen.
Im Sinne der Transparenz und des Wissenstransfers verpflichtet sich das Floating Institut, aktuelle Forschungsergebnisse auf seiner Homepage zu veröffentlichen und aktiv Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben. Sämtliche Einnahmen des Floating-Betriebs fließen zur Gänze in die Instandhaltung und in aktuelle Forschungsprojekte.
An dieser Stelle stellt das Floating Institut Wien relevante wissenschaftliche Publikationen der interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung. Im Sinne des freien Zugangs zu wissenschaftlicher Literatur verweisen die Links in unserer Online-Bibliothek ausnahmslos auf Open-Access-Dokumente.
In der Bangkok-Charta der WHO wird Lebensqualität als das übergeordnete Ziel in der Gesundheitsförderung beschrieben. Das Konzept der Lebensqualität setzt sich hierbei aus sozialen, mentalen, psychischen und körperlichen Aspekten zusammen und fußt daher auf einer ganzheitlichen Betrachtung des menschlichen Wohlbefindens.
Floating kann Körper und Psyche entspannen. In einer randomisierten Pilotstudie mit 65 Berufstätigen (Kjellgren & Westman 2014) sanken Stress und Angst, und die Schlafqualität stieg im Vergleich zu einer Wartegruppe. Ob sich dadurch die Lebensqualität langfristig verbessert, ist nicht untersucht.
Kjellgren, A., Westman, J. (2014). Beneficial effects of treatment with sensory isolation in flotation-tank as a preventive health-care intervention – a randomized controlled pilot trial. BMC Complementary and Alternative Medicine 2014, 14:417.
Suedfeld, P., Borrie, R. A. (1999). Health and therapeutic applications of chamber and flotation restricted environmental stimulation therapy (REST). Psychology and Health, 1999, Vol. 14, pp. 545-566.
Stress ist ein Zustand erhöhter psychischer und physischer Alarmbereitschaft, der durch vielerlei Faktoren ausgelöst werden kann. Neurophysiologisch zeigt sich Stress in der Erregung des sympathischen Nervensystems, das mit dem evolutionär sinnvollen Verhalten von Kampf und Flucht in Verbindung steht.
Studien, darunter eine Meta-Analyse von 2005, berichten, dass Floating die Stressbelastung senken kann. Als möglicher Mechanismus wird eine Beruhigung des Nervensystems diskutiert. Die Studien sind überwiegend klein, und viele sind älter.
van Dierendonck, D., te Nijenhuis, J. (2005). Flotation restricted environmental stimulation therapy (REST) as a stress-management tool: A meta-analysis. Psychology and Health, June, 2005, 20(3): 405–412.
Suedfeld, P., Ballard, E. J., Murphy, M. (1983). Water immersion and flotation: From stress experiment to stress treatment. Journal of Environmental Psychology (1983) 3, 147-155.
In der zitierten Studie von Kjellgren und Kollegen wird Burnout als lang anhaltende Erschöpfung beschrieben, mit Müdigkeit, Antriebslosigkeit und Problemen, den Alltag zu organisieren. Eine formale Definition geben die Autoren nicht an; die Teilnehmenden waren von Betriebsärztinnen und -ärzten überwiesen worden. Burnout ist keine eigenständige Krankheitsdiagnose und entsteht meist durch lang anhaltenden, nicht bewältigten Stress.
Zwei kleine Studien mit je sechs Teilnehmenden, in denen Floating mit Psychotherapie kombiniert wurde, berichten von mehr Wohlbefinden bei Personen mit hoher Stressbelastung und Burnout-Symptomen. Ob Floating allein hilft, ist damit nicht belegt. Floating ersetzt keine Behandlung durch Ärztin, Arzt oder Psychotherapie.
Kjellgren, A., Buhrkall, H., Norlander, T. (2011). Preventing Sick-leave for Sufferers of High Stress-load and Burnout Syndrome: A Pilot Study Combining Psychotherapy and the Flotation tank. International Journal of Psychology and Psychological Therapy 2011, 11, 2, pp. 297-306.
Kjellgren, A., Buhrkall, H., Norlander, T. (2010). Psychotherapeutic Treatment in Combination with Relaxation in a Flotation Tank: Effects on "Burn-Out Syndrome". The Qualitative Report Volume 15 Number 5 September 2010 1243-1269.
Kleine Studien aus den Jahren 1987 und 1995 deuten darauf hin, dass sich Floating auf Kreativität und autobiographisches Gedächtnis auswirken kann. Dabei scheint man während des Floatings in einen angenehmen Halbschlaf-Zustand zu versinken, in dem ein leichterer Zugang zu originelleren Ideen möglich ist als im Alltag. In diesem Zustand der Versenkung sind auch Erinnerungen an erlebte Ereignisse leichter zugänglich.
Suedfeld, P., Metcalfe, J., Bluck, S. (1987). Enhancement of scientific creativity by flotation REST. Journal of Environmental Psychology (1987) 7, pp. 219-231.
Suedfeld, P., Eich, E. (1995). Autobiographical memory and affect under conditions of reduced environmental stimulation. Journal of Environmental Psychology (1995) 15, 321–326.
Das subjektive Erleben während des Floatings schließt auch veränderte Bewusstseinszustände und mystische Erfahrungen mit ein. Obwohl diese Phänomene nicht die Norm sind und erst nach längerem Floaten auftreten können, beschreiben Teilnehmende in qualitativen Studien solche Erlebnisse. Sie weisen darauf hin, dass beim Floating ungewöhnliche Erfahrungen auftreten können.
Berichtet werden unter anderem folgende Merkmale:
In zwei qualitativen Studien (2008, 2010) berichten Teilnehmende, dass das veränderte Bewusstseinserleben und die Tiefenentspannung zusammenhängen. Qualitative Studien beschreiben Erleben, sie messen keine Wirkungen.
Kjellgren, A., Lyden, F., Norlander, T. (2008). Sensory Isolation in Flotation Tanks: Altered States of Consciousness and Effects on Well-being. The Qualitative Report Volume 13 Number 4 December 2008 636-656.
Kjellgren, A., Lindahl, A., Norlander, T. (2010). Altered states of consciousness and mystical experiences during sensory isolation in flotation tank. Imagination, Cognition and Personality, Vol. 29(2) 135-146, 2009-2010.
Pilotstudien berichten, dass Floating stressbedingte Muskelschmerzen und Spannungskopfschmerzen lindern kann, teils über mehrere Monate. Bei chronischen Schmerzen zeigte eine placebokontrollierte Studie von 2021 keinen langfristigen Nutzen. Floating kann daher höchstens ergänzend zu einer ärztlichen Schmerzbehandlung sinnvoll sein.
Loose, L. F., Manuel, J., Karst, M., Schmidt, L. K., Beissner, F. (2021). Flotation restricted environmental stimulation therapy for chronic pain: a randomized clinical trial. JAMA Network Open 2021;4(5):e219627. doi:10.1001/jamanetworkopen.2021.9627
Wallbaum, A. B., Rzewnicki, R., Steele, H., Suedfeld, P. (1991). Progressive muscle relaxation and restricted environmental stimulation therapy for chronic tension headache: a pilot study. International Journal of Psychosomatics, Vol 38(1-4), 1991, 33-39.
Bood, S. Å., Sundequist, U., Kjellgren, A., Norlander, T. (2006). Eliciting the Relaxation Response With the Help of Flotation–REST in Patients With Stress-Related Ailments. International Journal of Stress Management 2006, Vol. 13, No. 2, 154–175.
Bood, S. Å., Sundequist, U., Kjellgren, A., Nordström, G., Norlander, T. (2007). Effects of flotation REST on stress related muscle pain: Are 33 flotation sessions more effective than 12 sessions? Social Behavior and Personality, 2007, 35(2), 143-156.
Fibromyalgie ist ein Sammelbegriff von Erkrankungen, die generalisierte Schmerzen, Depressionen und vegetative Störungen aufweisen. Dabei zeigen sich die chronischen Schmerzen mit wechselnder Lokalisation in der Rückenmuskulatur und um die Gelenke und gehen einher mit einer erhöhten Druckempfindlichkeit. Begleitsymptome sind zudem Müdigkeit, Schlafstörungen, Morgensteifigkeit sowie Konzentrations- und Antriebsschwäche.
Ein Konferenzbeitrag (Float Summit 2012) berichtet von weniger Symptomen sowie von Verbesserungen bei Bewegungsfreiheit, Entspannung, Wohlbefinden und Energie. Diese Quelle ist keine begutachtete Studie, die Belege sind daher vorläufig.
Borrie, R., Russell, T., Schneider, S. (2012). The effect of flotation REST on the symptoms of fibromyalgia. A paper presented at the Float Summit 2012 in Gothenburg, Sweden.
Borrie, R. A. Floating REST – Eine vielversprechende Therapie zur Behandlung der Fibromyalgie. Vom Deutschen Floating Verband übersetzte und überarbeitete Version, Mai 2013.
Kleine Studien deuten darauf hin, dass Floating sensomotorische Aspekte der Kreativität beeinflussen kann, etwa bei Musikimprovisation. Zudem kommt es während des Floatings zu einer Form der Versenkung, in der Bewegungsabläufe imaginiert werden können. Ein solches imaginäres „Training“ kann motorische Fähigkeiten unterstützen.
Vartanian, O., Suedfeld, P. (2011). The Effect of the Flotation Version of Restricted Environmental Stimulation Technique (REST) on Jazz Improvisation. Music and Medicine OnlineFirst, May 6, 2011.
Suedfeld, P., Collier, D. E., Hartnett, B. D. (1993). Enhancing perceptual-motor accuracy through flotation REST. The Sport Psychologist, Vol 7(2), Jun 1993, 151-159.
Solebäder werden traditionell ergänzend bei Hautproblemen wie Neurodermitis und Psoriasis eingesetzt. Eigene Studien zu Floating bei Hauterkrankungen gibt es kaum. Ob Magnesium aus der Sole über die Haut in relevanter Menge aufgenommen wird, ist wissenschaftlich umstritten.
Beim Floating kommen noch die Effekte der mentalen und körperlichen Tiefenentspannung hinzu, denen zumindest eine indirekte Wirkung bei Hautleiden zugeschrieben wird, die einen möglichen psychosomatischen Hintergrund aufweisen.
Beim Schweben in hochkonzentrierter Salzsole trägt der Auftrieb das Körpergewicht. Die Wirbelsäule und die Bandscheiben sind dadurch weniger belastet als im Stehen oder Sitzen, und die Muskulatur kann sich entspannen. Das ist eine biomechanisch nachvollziehbare Annahme, kein Studienergebnis. Die unten genannten Studien untersuchen stressbedingte Muskelschmerzen, nicht Bandscheibenvorfälle, Ischias oder Hexenschuss. Bei solchen Beschwerden ersetzt Floating keine ärztliche Behandlung.
Bood, S., Kjellgren, A., Norlander, T. (2009). Treating stress-related pain with the flotation restricted environmental stimulation technique: Are there differences between women and men? Pain Research & Management 2009 Jul-Aug; 14(4): 293–298.
Bood, S. Å., Sundequist, U., Kjellgren, A., Nordström, G., Norlander, T. (2007). Effects of REST on stress related muscle pain: Are 33 flotation sessions more effective than 12 sessions? Social Behaviour and Personality, 35, 143-156.
Durch unsere Kooperation mit dem Floatingzentrum [schwerelos] können Privatpersonen die Wirkungen des Floatings erleben. Um zu buchen, benutzen Sie bitte den folgenden Link:
Falls Sie an einer unserer Studien teilnehmen, ist das Floating kostenlos. » Mehr lesen
Das Floating Institut Wien ist eine Interessensgemeinschaft, die von Mitgliedern aus den verschiedensten Fachrichtungen getragen wird:
Unser Anliegen ist es, Forschung zum Thema Floating auf internationalem Niveau zu betreiben, sowie relevante wissenschaftliche Erkenntnisse einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
In diesem Sinne ist die Floating-Anlage des Instituts als eine Wahrnehmungsinstallation zu verstehen, die den Zweck hat, den persönlichen Zugang zum eigenen körperlichen und psychischen Erleben zu fördern. Als private Initiative ist das Floating Institut Wien nicht gewinnorientiert. Daher fließen alle Einnahmen des Floating-Betriebs zur Gänze in die Instandhaltung der Floating-Anlage sowie in die wissenschaftliche Forschung. Zudem ist die Benutzung der Floating-Anlage für Teilnehmer an wissenschaftlichen Studien grundsätzlich kostenlos.
Unsere Floating-Anlagen werden von unserem Kooperationspartner, dem Floatingzentrum [schwerelos] zur Verfügung gestellt. » Mehr lesen
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